JULIA PEIRONE IN ARTICLE ABOUT GALLERY WEEKEND BERLIN 26 – 28 APRIL

http://www.artmagazine.cc/content107172.html
Im Artikel über Gallery Weekend Berlin von Ferial Nadja Karrasch […]

“– ein Wochenende in Berlins Galerien

Am letzten Aprilwochenende standen nicht nur die Türen der 45 offiziell am Gallery Weekend Berlin teilnehmenden Galerien offen – auch abseits der Stadtkarte des Events gab es einiges zu entdecken. Galerien wie beispielsweise jene von Tanja Wagner und Dorothée Nilsson boten hierbei eine gute Alternative zu dem vornehmlich von männlichen Positionen dominierten Programm des Rundgangs.” […]

“Die Identitätssuche junger Teenager ist auch in der Ausstellung Girls – A Female Gaze in der Dorothée Nilsson Gallery Thema. Die Künstlerin Julia Peirone (*1973 in Argentinien) untersucht in ihren Arbeiten den Umgang junger Frauen mit den vorherrschenden Schönheitsidealen und konzentriert sich hierbei insbesondere auf Gefühle wie Scham und Verwundbarkeit. Das Video Twisted Cherry entstand während eines Castingverfahrens und hält kleine Gesten jugendlicher Unsicherheit fest: In dem Versuch, die eigene Haut um einen Zentimeter mehr zu bedecken, wird ein knappes Röckchen zurechtgezupft, Hände werden nervös geknetet und das Tragen der Highheels gerät zu einem Balanceakt, der die Mädchen immer wieder in die Knie zwingt. Wiederholtes Aufstehen und Hinfallen bis die Mädchen sich entscheiden, die hochhakigen Schuhe auszuziehen. Ein kleiner, in diesem Moment doch entscheidender Akt, der Ruhe in die aufgeregten Körper der jungen Frauen einkehren lässt. Ohne die Abgebildeten bloßzustellen oder sie einem voyeuristischen Blick auszusetzen, verdeutlichen Peirones Arbeiten die Anstrengung der Protagonistinnen, sich zwischen den medial angebotenen Repräsentationen, den gesellschaftlichen Zuschreibungen und dem selbst definiertem Bild zurechtzufinden.”